Der Tag beginnt vor Sonnenaufgang. Auf dem Castries Central Market, der von National Geographic zu einem der besten Lebensmittelmärkte der Welt gekürt wurde, öffnen die Frühstücksstände bereits um sechs Uhr morgens. Zu dieser Zeit schmecken grüne Feigen mit Stockfisch am besten: warm, frisch zubereitet und serviert von Verkäufern, die ihr Handwerk über Jahrzehnte perfektioniert haben. Allein das Aroma von Lorbeerblättern und Gewürzen macht das frühe Aufstehen lohnenswert.
Am Vormittag erscheinen die Accra-Krapfen: knusprige, goldbraune Stockfisch-Krapfen, die tütenweise verkauft werden – die Art von Snack, bei der es fast unmöglich ist, es bei einem zu belassen. Die Straßenköche in der überdachten Markthalle servieren sie zusammen mit frischen tropischen Säften: Tamarinde, Passionsfrucht und Stachelannone, hergestellt aus Früchten, die im nährstoffreichen vulkanischen Boden der Insel gewachsen sind. Hier erfahren Sie mehr über die Zutaten und Aromen, die die Küche von St. Lucia prägen.
Der Mittag verlangt nach etwas Herzhafterem. Über offenem Feuer gegrillter Mais, mit Curry-Fleisch oder Gemüse gefüllte Roti und frisches Kokosnusswasser direkt aus der Schale – das sind die alltäglichen Aromen von St. Lucia, die von den Einheimischen schon lange genossen wurden, bevor sie auf den Reiseplänen der Besucher auftauchten.
Wenn der Nachmittag ausklingt, schaltet die Insel einen Gang höher. An Freitagabenden erwachen die Straßen von Gros Islet mit Soca-Musik, brutzelnden Grills und einer Atmosphäre zum Leben, die den Geist von St. Lucia von seiner lebendigsten Seite zeigt. Über Holzkohle gegrillter Schnapper, großzügig ausgeschenkter Rum-Punsch und eine Menschenmenge, die bis weit nach Mitternacht tanzt. Es ist weniger ein Lebensmittelmarkt als vielmehr ein Fest für alles, wofür St. Lucia steht.
Das Tourismusministerium empfiehlt die Gros Islet Friday Night Street Party als eines der kulturellen Aushängeschilder der Insel, und nach einem Besuch ist es leicht zu verstehen, warum.











